Der Jahreswechsel steht bevor. Meistens wird Sylvester ausgiebig gefeiert und das Neue Jahr mit viel Alkohol begrüßt.

Obwohl ich im Laufe der Jahre feststellen musste, dass nicht mehr mithalten konnte und wollte. Sowohl die durchtanzten Nächte mit Schlafmangel als auch ein Rausch verlieren einfach ihren Zauber.

Ich habe noch nie viel vertragen und im Laufe der Jahre ist mein Limit auf Null gesunken.

Aber es ist ein alter Brauch, das Neue Jahr zu begrüßen und daher möchte ich euch heute vor Augen führen, was zuviel Alkohol anrichten kann.

Zuviel Alkohol = Kopfschmerzen und Übelkeit.

Du hast heftig gefeiert und jedes Getränk angenommen, das man Dir gereicht hat. Irgendwann hast Du den Überblick verloren, wie viel es war. Selbst nach ein paar Stunden Schlaf fühlst Du Dich elend. Dir ist übel.

Da hilft nur Abwarten. Fakt ist, je mehr Alkohol Du im Blut hast, desto länger dauert es, bis Du wieder nüchtern bist. Ärzte haben festgestellt, dass eine kalte Dusche oder schwarzer Kaffee mit Zitrone den Alkohol-Abbau nicht beschleunigen. Durch Sauerstoff (Spaziergang), viel Wasser und eine leichte Mahlzeit (wenn es der Magen verträgt) lassen sich zwar die Beschwerden lindern, aber Vorsicht: man ist dadurch nicht fahrtauglich!

Kater mit Kopfschmerzen

Wo wird Alkohol abgebaut?

Alkohol wirkt auf unsere Körperzellen wie Gift. Über Haut, Niere und Lunge scheiden wir nur einen geringen Teil des Alkohols wieder aus. Die meiste Arbeit leistet unsere Leber. Die größte Drüse unseres Körpers baut Alkohol ab, um unsere Zellen vor dem Absterben zu schützen. Unterschiedliche Eiweißstoffe, die Enzyme, helfen ihr dabei. Das erklärt auch, dass alles, was gleichzeitig gegessen wird, erst mal in die Reserven geht. Der Körper will zuerst das Gift loswerden. Und Alkohol selbst hat 7 kcal pro Gramm. Noch ein paar Zahlen? 300 Kilokalorien stecken in einem Glas (0,3l) Caipirinha. So viel haben auch 100g in Öl frittierte Pommes Frites. Nicht nur gezuckerte oder sahnige Cocktails, auch Bier, Wein und Sekt sind Dickmacher.

 

Schneller nüchtern? Ein Mythos!

Medizinische Untersuchungen haben bewiesen: Unser Körper baut die Giftstoffe mit gleichbleibender Geschwindigkeit ab. Auch wenn es immer wieder Geheimrezepte gibt: es geht nicht schneller.

Die Leber von Erwachsenen ist sogar leistungsfähiger als die von Jugendlichen. Darum dauert es bei jungen Leuten sogar länger, bis der Promillegehalt wieder gegen 0 geht.

Aber ganz ehrlich: ich leide heute bei winzigen Mengen von Alkohol viel mehr, als mit 20 Jahren. Vielleicht bin ich ja schon „Over the hill“.

Und jemand, der ganz regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumiert, spürt die Auswirkungen nicht mehr. Der Körper leidet trotzdem unter dem Alkohol und baut ihn keineswegs schneller ab.

 

Wie lange dauert’s denn jetzt?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie viel Alkohol man zu einem bestimmten Zeitpunkt im Blut hat, hängt von vielen Faktoren ab:

  • wie viele alkoholische Getränke man bis dahin getrunken hat,
  • wie schnell man getrunken hat,
  • wie hochprozentig das Getränk war,
  • was vorher gegessen wurde,
  • Größe,
  • Alter,
  • Gewicht und
  • Geschlecht.

2 Gläser Wein über den Abend verteilt getrunken, zu einem guten Essen, spürt man weniger, als die selbe Menge, auf nüchternen Magen hinuntergeschüttet. Bitte nicht ausprobieren!

 

Alkohol besser nicht

Die Faustregel

Frauen vertragen weniger als Männer. Die gleiche Menge Alkohol führt bei ihnen zu einer höheren Alkoholkonzentration im Blut.

Und wie mein Schwager, ein Polizeibeamter, oft erzählt: betrunkene Frauen sind nicht lustig, unterhaltsam, attraktiv oder gar sexy (glauben aber, dies alles zu sein). Sie sind oft nur peinlich.

Was zu den Peinlichkeiten hinzu kommt:

es heißt ja, durch regelmäßigen Alkoholkonsum altert man schneller. Aber schon nach einer durchzechten Nacht sehen wir oft 5 Jahre älter aus. Dehydriert, fahle Haut, aufgedunsen. Da hilft kein Make Up, sonder nur viel Wasser, viel Sauerstoff, Bewegung, vitaminreiches Essen und Schlaf. Viel Schlaf.

 

Und noch ein Mythos entlarvt

Moderater Alkoholkonsum hat keine gesundheitsfördernde oder gar lebensverlängernde Wirkung.

Das stellen britische Wissenschaftler klar, die im Rahmen ihrer Studie die Auswirkungen von Alkohol auf die Gesundheit untersucht haben. Demnach ist auch das „Gläschen in Ehren“ nicht empfehlenswert. Frühere Studien, die zu dem Ergebnis kamen, dass Alkohol in geringen Mengen einen positiven Effekt auf die Gesundheit habe, beruhten auf Fehlern in den Statistiken, schreiben die Forscher im Fachmagazin „British Medical Journal“.

 

Mal ehrlich: ist es das wert?

Ein gutes Glas Wein zum Essen, ein Glas Sekt zum Anstoßen – alles andere schenke ich mir und wache am nächsten Tag „nur“ mit Schlafmangel auf – aber nicht mit Kater.

Mehr Information zum Thema findest Du auf dieser Seite:

https://www.kenn-dein-limit.info

Vor allem, wenn es Dir mit Abnehmen ernst ist, solltest Du Deinen Alkoholkonsum unter die Lupe nehmen. Ein Glas Wein am Abend mag zwar entspannend  und ein Genuss sein. Ein Glas Wein jeden Abend ist zuviel. Und meistens bleibt es nicht bei einem Glas.