4 Gründe, um Melatonin zu nehmen

Schlaf – eigentlich etwas Selbstverständliches…Aber wie wichtig Schlaf für unser Wohlbefinden ist, merken wir erst, wenn wir zu wenig bekommen.

 

Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse und wird aus der Vorstufe Serotonin gebildet. Es wird auch als Schlafhormon bezeichnet und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus im Körper. Niedrige Werte gehen unter anderem mit einer schlechten Tiefschlafphase und einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei Frauen einher. Aber Schlafmangel und Schlafprobleme haben einen Einfluss auf unser gesamtes Wohlbefinden.

Hier sind 4 Gründe, warum dieses Hormon so wichtig für unsere Gesundheit ist

 

Melatonin verbessert die Tiefschlafphase

Ohne Tiefschlafphase ist unsere Regeneration deutlich eingeschränkt. Melatonin hilft in die Tiefschlafphase zu kommen und fördert somit nicht nur die Erholung, sondern auch die Wundheilung. Ferner ist diese Phase wichtig für ein intaktes Immunsystem und den Stoffwechsel. Es reicht also nicht “irgendwie” zu schlafen, vielleicht sogar mit Hilfe von Alkohol oder Barbituraten. Nein, es ist wichtig, die natürlichen Phasen zu durchlaufen.

 

Melatonin ist wichtig für Lernen und Gedächtnisleistung

Melatonin wirkt sich positiv auf den Hippocampus aus, der unter anderem für die Überführung von Informationen aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis ist. In dem kleinen Video von Tech Insider wird dies eindrucksvoll gezeigt: ist der Körper übermüdet, kann nichts mehr in die Inbox gelangen.

 

Müde kann man nicht lernen

Die Erfahrung musste ich auch immer wieder machen, als ich Projektkalkulationen für große Projekte erstellte: waren meine Mitarbeiter oder ich übermüdet und mussten gar eine Nachtschicht einlegen, wurden viele Vorgaben vergessen. Es musste fast umfangreiche Nacharbeiten gemacht werden.

 

Melatonin kann sich positiv auf den Fettverlust auswirken

Eine Studie konnte aufzeigen, dass Frauen durch den Konsum von 1-3mg Melatonin über einen Zeitraum von 12 Monaten zusätzlich 7% Fett verloren haben (im Vergleich zur Kontrollgruppe).

Die Teilnehmer von meinen Kursen kennen die komplexen Vorgänge im Körper bei Schlafmangel: wenn man müde ist, geraten die Hormone Leptin (Hungerhormon) und Ghrelin (Sättigungshormon) durcheinander. Wir verspüren Hunger, auch wenn es keinen Grund dazu gibt. Der Körper braucht Schlaf, um sich zu regenerieren. Wenn er den nicht bekommt, reagiert er mit Hunger oder Appetit, um sich über die Nahrung zusätliche Energie zu holen.

Aber Vorsicht: nur Melantonin zu nehmen, ohne sonst etwas am Lebensstil zu ändern, führt natürlich nicht zu Gewichtsverlust.

 

Melatonin ist ein potentes Antioxidants

Melatonin kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und wirkt somit auch neurodegenerativen Erkrankungen und der Neuroinflammationen (Entzündung des Nervengewebes) entgegen. Es wirkt vor allem gegen mitochondrialen oxidativen Stress. Das macht Melatonin zu einem potenten Mittel zum Zellschutz und damit zum Schutz vor degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und ALS. Das ist ein recht neues Gebiet und erst 2012 hat man ein System entdeckt durch das Schadstoffe abtransportiert werden.

Es ist unbestreitbar, dass ausreichend Schlaf immens wichtig ist. Genauso unbestreitbar ist aber auch, dass wir in unserer Welt mit 24 Stunden Verfügbarkeit glauben, Schlaf reduzieren zu können.

Das mag eine einige Zeit funktionieren, aber auf Dauer zerstört es nicht nur die Gesundheit, sondern beeinträchtigt die Lebensqualität.

Wozu also auf Schlaf verzichten? Um mehr zu arbeiten?

Nur: wenn wir komplett übermüdet sind, können wir das, was wir uns erarbeiten, gar nicht mehr genießen…